Präventionsmedizinische Pilotstudie
Was Ihr Körper über Stress weiß, lange bevor Sie es spüren.

Studienplätze

Wochen

teilnehmen

inklusive Messtechnik

Prävention beginnt, bevor Krankheit entsteht
Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen entstehen selten plötzlich. Sie entwickeln sich
über Jahre, oft unbemerkt, und anhaltender Stress spielt dabei eine wichtige Rolle [1–4]. Der Körper reagiert auf Dauerbelastung lange, bevor Beschwerden auftreten, doch diese frühen Signale gehen im Alltag meist unter.
Genau hier setzt das Präventionsprogramm an, das in dieser Studie erstmals wissenschaftlich untersucht wird. Über sechs Wochen schult es die Wahrnehmung für die Signale des eigenen Körpers und soll die Fähigkeit stärken, nach Belastung wieder in die Balance zu finden. Abgestimmte Bausteine setzen zugleich auf der Stoffwechselebene an und zielen auf eine stabile Blutzuckerregulation. Herzratenvariabilität, Schlaf und Glukoseverlauf werden über den gesamten Zeitraum kontinuierlich gemessen.
Teilnehmen können gesunde Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren, die sich im Alltag durch Stress belastet fühlen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Das Programm lässt sich bequem von zu Hause aus in den Alltag integrieren, mit kurzen Einheiten am Morgen und am Abend von insgesamt etwa 30 Minuten täglich. Ein freiwilliges Gruppentreffen per Video bietet einmal pro Woche Raum für Austausch und Fragen. Smartwatch, Brustgurt, ein kleiner Glukosesensor am Oberarm und ein vorkonfiguriertes Smartphone werden für die Dauer der Studie kostenfrei zur Verfügung gestellt. Zu Beginn und am Ende beantworten die Teilnehmenden einige kurze Fragebögen. Die Teilnahme ist freiwillig und kann jederzeit ohne Angabe von Gründen beendet werden.
Initiiert wird die Studie von Dr. rer. medic. Sara V. Schnettler, Gesundheitswissenschaftlerin. Sponsorin ist die Zaluto Guide GmbH, die Durchführung erfolgt in Kooperation mit dem Fraunhofer IIS.
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Ab Dezember 2026

Januar 2027

Februar 2027
Studienstart. Sechs Wochen mit
kurzen täglichen Einheiten und begleitender Messung.
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Mit Ihrer Vormerkung kommen Sie für die Auswahl der Teilnehmenden in Betracht. Sie ist unverbindlich und verpflichtet nicht zur Teilnahme.

Häufige Fragen
Gut zu wissen.
Es denkt Stress und Stoffwechsel zusammen. Statt einzelne Werte isoliert zu betrachten, untersucht die Studie, wie Herzratenvariabilität, Schlaf, Glukoseverlauf und das subjektive Resilienzempfinden im Alltag zusammenwirken. Der Körper wird dabei als vernetztes Regulationssystem verstanden.
Mehr, als die meisten vermuten. Stress und Blutzucker beeinflussen sich gegenseitig, denn Stresshormone stellen Zucker und Fette als schnelle Energie bereit und lassen den Blutzucker steigen [2]. Wie der eigene Stoffwechsel im Alltag darauf reagiert, ist individuell verschieden. Genau das macht die Studie sichtbar, und deshalb setzt das Programm auf beiden Ebenen an.
Es handelt sich um eine prospektive, explorative Interventionsstudie im Prä-Post-Design. Im Mittelpunkt stehen Machbarkeit und Akzeptanz des Programms im Alltag. Erfasst werden kontinuierlich Herzratenvariabilität, Schlaf und Glukoseverlauf sowie zu Beginn und am Ende standardisierte Fragebögen zu Stresserleben und Resilienz sowie ein Fragebogen zum Wohlbefinden. Die Sensordaten werden gemeinsam mit dem Fraunhofer IIS aufbereitet, Datenmanagement und Auswertung erfolgen durch ein Studieninstitut nach den Grundsätzen der Good Clinical Practice. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für eine randomisierte kontrollierte Folgestudie.
Initiiert wird die Studie von Dr. rer. medic. Sara V. Schnettler, Sponsorin ist die Zaluto Guide GmbH
in Düsseldorf. Die Durchführung erfolgt in Kooperation mit dem Fraunhofer IIS.
Was Sie aus der Studie mitnehmen können
Gesundheit wird nach dem Medizinsoziologen Aaron Antonovsky wesentlich davon getragen, ob Menschen ihr Leben als verstehbar, handhabbar und sinnvoll erleben [5]. Viele Menschen haben im Alltag dagegen das Gefühl, nur noch zu reagieren und Bälle zurückzuspielen, statt selbst zu gestalten. Genau hier setzt das Präventionsprogramm an. Wer frühzeitig für sich sorgt, schafft zugleich eine gute Voraussetzung, lange gesund, leistungsfähig und mit Freude im Berufsleben zu stehen.
Selbstbestimmter handeln.
Besser mit Anforderungen umgehen.
Mehr Zufriedenheit im Alltag.
In Gemeinschaft begleitet.
Vorgespräch, gemeinsame Einführung und das wöchentliche Gruppentreffen schaffen Raum für Fragen und für den Austausch mit anderen, die Ähnliches erleben. Gemeinsam mit dem Fraunhofer IIS legt die Studie den Grundstein für eine neue Form der Prävention.

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Dr. rer. medic. Sara V. Schnettler
Prävention gemeinsam voranbringen
Für Unternehmen, Kammern und Netzwerke
Psychische Belastung kostet
Psychische Belastung ist längst ein betriebswirtschaftlicher Faktor. In Deutschland entfielen 2025 laut DAK-Gesundheit auf 100 Beschäftigte 366 Fehltage wegen psychischer Erkrankungen, ein einzelner Fall dauerte im Schnitt gut 34 Tage [6]. Den gesamten Produktionsausfall durch Arbeitsunfähigkeit beziffert die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin für 2024 auf 134 Milliarden Euro, den Verlust an Bruttowertschöpfung auf 227 Milliarden Euro [7].
In Österreich gehen 11,8 Prozent aller Krankenstandstage auf psychische Erkrankungen zurück, nach einer Phase der Stagnation bis 2018 mit wieder steigender Tendenz [8]. Allein die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall kostet die Betriebe dort nach Angaben der Wirtschaftskammer Oberösterreich über 4,8 Milliarden Euro im Jahr [9]. In der Schweiz übersteigen bei 28 Prozent der Erwerbstätigen die Belastungen ihre Ressourcen, arbeitsbedingter Stress kostet die Wirtschaft rund 6,5 Milliarden Franken pro Jahr [10].
Erwerbsfähigkeit langfristig erhalten
Psychische Erkrankungen sind heute der häufigste Grund, gesundheitsbedingt vorzeitig aus dem Berufsleben auszuscheiden. In Deutschland gingen 2023 knapp 42 Prozent aller neuen Erwerbsminderungsrenten auf sie zurück [11], 2025 stieg ihre Zahl auf rund 74.800 Neuzugänge, so viele wie zuletzt 2016 [12]. In der Schweiz war 2024 fast die Hälfte aller neuen IV-Renten psychisch bedingt [13]. In Zeiten des Fachkräftemangels und längerer Lebensarbeitszeiten wird es für Unternehmen entscheidend, erfahrene Mitarbeitende gesund, leistungsfähig und motiviert im Beruf zu halten. Prävention setzt genau dort an, lange bevor aus Belastung ein Ausfall wird.
Ein Programm für Teams
Das Präventionsprogramm dieser Studie verbindet Stressregulation und Stoffwechselgesundheit, ist für den späteren Einsatz in der betrieblichen Gesundheitsförderung konzipiert und wird bereits jetzt unter realen Alltagsbedingungen erprobt. Im Unternehmen ist es darauf angelegt, dass Teams und Abteilungen es gemeinsam durchlaufen. Jede Person verbessert im eigenen Alltag ihren Umgang mit Anforderungen, und in den begleitenden Gruppentreffen entsteht zugleich ein gemeinsamer Erfahrungsraum.
So verbindet das hybride Format Gesundheitsförderung und Teamentwicklung in einer einzigen Maßnahme. Die Gemeinschaft ist dabei ein wesentlicher Bestandteil des Programms. Wer gemeinsam lernt, Belastungen gelassener zu begegnen, erlebt Zusammenhalt und Zugehörigkeit, und das kann auch die Zufriedenheit im Unternehmen und die Verbundenheit mit ihm stärken.
Schon jetzt dabei sein
Unternehmen, Kammern, Verbände und betriebsärztliche Dienste können die Pilotstudie unterstützen, indem sie Beschäftigte und Mitglieder auf sie aufmerksam machen. Sie erhalten nach Abschluss eine Zusammenfassung der Ergebnisse und gehören zu den Ersten, die das Programm in der betrieblichen Gesundheitsförderung einsetzen können. Eine kurze Projektbeschreibung und ein Aushang zur Weitergabe stehen gerne zur Verfügung.
Die Teilnahme bleibt eine persönliche und freiwillige Entscheidung. Arbeitgeber, Kammern und betriebsärztliche Dienste erhalten keine personenbezogenen Daten oder Einzelergebnisse.
Quellenverzeichnis
[1] Kivimäki, M. & Steptoe, A. (2018). Effects of stress on the development and progression of
cardiovascular disease. Nature Reviews Cardiology, 15(4), 215–229.
https://doi.org/10.1038/nrcardio.2017.189
[2] Hackett, R. A. & Steptoe, A. (2017). Type 2 diabetes mellitus and psychological stress – a
modifiable risk factor. Nature Reviews Endocrinology, 13(9), 547–560.
https://doi.org/10.1038/nrendo.2017.64
[3] Hammen, C. (2005). Stress and depression. Annual Review of Clinical Psychology, 1,
293–319. https://doi.org/10.1146/annurev.clinpsy.1.102803.143938
[4] Schneiderman, N., Ironson, G. & Siegel, S. D. (2005). Stress and health: Psychological,
behavioral, and biological determinants. Annual Review of Clinical Psychology, 1, 607–628.
https://doi.org/10.1146/annurev.clinpsy.1.102803.144141
[5] Antonovsky, A. (1987). Unraveling the Mystery of Health. How People Manage Stress and
Stay Well. San Francisco: Jossey-Bass. ISBN 978-1-55542-028-4.
https://openlibrary.org/books/OL2733173M/Unraveling_the_mystery_of_health
[6] DAK-Gesundheit (2026). Psychreport 2026. Entwicklungen der psychischen Erkrankungen
im Job. Auswertung durch das IGES Institut.
https://www.dak.de/dak/unternehmen/reporte-forschung/psychreport-2026_163000
[7] Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Volkswirtschaftliche Kosten durch
Arbeitsunfähigkeit 2024. Dortmund: BAuA. https://www.baua.de/DE/Themen/Monitoring-Evalu
ation/Zahlen-Daten-Fakten/pdf/Kosten-2024.pdf?__blob=publicationFile&v=4
[8] Wirtschaftskammer Österreich (2026). Fehlzeitenreport 2026. Zusammenfassung des
WIFO-Fehlzeitenreports 2026 (Mayrhuber, C. & Bittschi, B.).
https://www.wko.at/oe/news/fehlzeitenreport-2026
[9] Wirtschaftskammer Oberösterreich (2026). Entgeltfortzahlungen.
https://www.wko.at/ooe/news/entgeltfortzahlungen
[10] Gesundheitsförderung Schweiz (2022). Job-Stress-Index 2022. Faktenblatt 72.
https://gesundheitsfoerderung.ch/sites/default/files/2022-10/Faktenblatt_072_GFCH_2022-08_
-_Job-Stress-Index_2022.pdf
[11] Ihre Vorsorge, Initiative der Deutschen Rentenversicherung (2025).
Erwerbsminderungsrenten. Anteil psychischer Störungen sehr stabil. https://www.ihre-vorsorge.
de/rente/nachrichten/erwerbsminderungsrenten-anteil-psychischer-stoerungen-sehr-stabil
[12] Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2026). Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke
zu Erwerbsminderungsrenten wegen psychischer Erkrankungen, Daten der Deutschen Rentenversicherung. Berichtet
durch den Evangelischen Pressedienst (epd), 25.06.2026.
https://www.evangelisch.de/inhalte/256622/25-06-2026/immer-mehr-erwerbsminderungsrenten-wegen-ptbs
[13] Eidgenössisches Departement des Innern und Bundesamt für Sozialversicherungen
(2026). IV. Ursachen des Rentenanstiegs. Hintergrunddokument.
https://www.bsv.admin.ch/dam/de/sd-web/eKErKnviU85w/20260211%20Hintergrunddokument%20Anstieg%20Renten%20IV%20def.pdf
